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Neckarstadt: Verein für berufliche Integration und Qualifizierung (VbI) betreibt im Stadtteil erfolgreich einen Radhof

 

Rycycling in der Lange Rötterstraße

Die ersten Wochen stimmen optimistisch, dass es funktionieren kann: Seit April betreibt der Verein für berufliche Integration und Qualifizierung (VbI) einen Radhof in der Neckarstadt, der Gebrauchträder verkauft und Reparaturen erledigt. Bei der offiziellen Eröffnung wurde deutlich: Der Radhof versorgt die Neckarstädter nicht nur mit Fahrrädern und Gebrauchsteilen, sondern stellt eine integrative Anlaufstelle dar.

„Wir sehen im Fahrrad ein tolles Medium, um Menschen zu entwickeln, die lange vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen waren“, sagte der Geschäftsführer des VbI, Jörg Schmidt-Rohr. So bietet der Radhof Beschäftigungsverhältnisse für Schwerbehinderte, Langzeitarbeitslose,  Teilzeitarbeiter oder Menschen ohne Ausbildung an – die „nicht ganz geradlinigen Lebensläufe“. Auch Flüchtlinge sind dabei. Aktuell absolvieren Ahmad aus Pakistan, Abraham aus Eritrea und Hadi aus dem Afghanistan ein Praktikum beim Radhof. „Die Arbeit bei uns vermittelt handwerkliche Fähigkeiten, aber auch technisches Verständnis und Kundenservice“, erklärte Schmidt-Rohr.

Die Geschäftsstelle ist die vierte Niederlassung des VbI. Der seit 2000 existierende soziale Dienstleister schraubt bereits in der Bergheimer Straße in Heidelberg, in Weinheim und in Sinsheim an Fahrrädern. „Mannheim hat aus vielen Gründen Sinn gemacht: Entscheidend waren aber die studentische Zielgruppe und der Mangel an expliziten Wiederver­wertungsläden“, erklärte der Vorstand des VbI Sabine Baumann. Dabei wird beim Radhof nur mit gebrauchten Fahrrädern gearbeitet. „Wir sagen: Es gibt so viele gute Fahrräder im Umlauf, dass wir auf Nachhaltigkeit setzen wollen“,  sagte Schmidt-Rohr. Dabei können sich Kunden Gebrauchträder kaufen oder leihen, ihre alten Fahrräder wieder flottmachen oder reinigen lassen. Der Kunde kann dabei selbst Hand anlegen und Kniffe lernen oder sich das Fahrrad für den Folgetag reparieren lassen. Auch deshalb sieht Grüne-Stadträtin Elke Zimmer im Radhof einen „ganz starken Beitrag“ für die Fahrradstadt Mannheim. Und: „Der ökologische Fußabdruck ist ein Indikator für Nachhaltigkeit. Und dabei schneiden Wiederverwertungsläden besser ab als herkömmliche Läden.“

Die Eröffnung des Radhofs könnte dabei auf keinen besseren Zeitpunkt fallen: Bereits 2017 feiert Mannheim 200-jähriges Fahrradjubiläum. Dieses geht auf den badischen Forstbeamten Karl Drais zurück, der im Juni 1817 aufgrund von Missernten und Versorgungsengpässen seine Pferde nicht füttern konnte. Die Not machte ihn erfinderisch, und Drais entwickelte das erste Fahrrad, mit dem er aus dem Stadtzentrum auf die Rheinau fuhr. „So wie es Drais darum ging, vier Kutschenräder durch zwei Räder zu ersetzen“, witzelte Stadtrat Gerhard Fontagnier, „geht es uns heute eben darum, einen Wagen mit Pferdestärken mit zwei Rädern zu ersetzen“.

Initiativen wie der Radhof des VbI greifen viele Punkte des 2010 verabschiedeten 21-Punkte-Plans der Stadt auf, die Mannheim fahrradfreundlicher machen will. Der integrative Charakter des Radhofs zeigt, dass auch der Leitspruch von Adam Opel gilt: „Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so sehr verbunden wie beim Fahrrad.“

jka

So steigen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz Das Projekt „Läuft?!“ soll schwer vermittelbaren Jugendlichen aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis eine Perspektive bieten

Rhein-Neckar. (kaz)

„So kann es nicht weiter gehen“, sagt der 18-Jährige, der zwar seinen Abschluss an der Werkrealschule gemacht, aber noch keine Lehrstelle gefunden hat und mehrere Praktika abbrechen musste, weil er zu den üblichen Arbeitszeiten öfters einfach nicht erschienen ist. Dabei will der junge Mann, nennen wir ihn einfach mal „Antonio“, nichts lieber, als Koch werden. Solche Fachkräfte werden in der Gastronomie im Grunde händeringend gesucht und der junge Mann „mit Migrationshintergrund“ hat eigentlich eine super Chance auf eine gute Ausbildung, wenn er beim Projekt „Läuft?!“ einsteigt. Dieses richtet sich an Jugendliche in schwierigen Lebenslagen aus Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis. Seit seine Mutter das Land verließ, ist auch für Antonio alles anders. Seither wohnt er mit anderen Jugendlichen in einer WG. Das Projekt „Läuft?!“ wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit mehreren Millionen Euro finanziert und ist „auf schwer zu erreichende junge Menschen“ zugeschnitten, die nicht verloren gehen sollen. Die Jugendagentur Heidelberg, der Verein zur beruflichen Integration und Qualifizierung (VBI) und die Werkstattschule Heidelberg machen bei dem Projekt gemeinsame Sache. Die Jugendagentur ist für Beratung und „Case-Management“ zuständig (also für den Einzelfall), VBI und Werkstattschule bieten sogenannte „niederschwellige Arbeitsprojekte“. Das kann die Arbeit in einer Holzwerkstatt oder in einer Fahrradwerkstatt sein, wie es sie in Wiesloch gibt. Auf dem Areal der ehemaligen Lechner-Mühle sind inzwischen auch Hochbeete angelegt. Was für Antonio? Zusammen mit der Projektbeauftragten Leina Guillen-Colon könnte er vormittags auf dem Gelände in Wiesloch das Mittagessen für etwa 15 Beschäftigte vorbereiten. Das wäre die Chance auf ein Praktikum, die er nutzen sollte. Das Projekt „Läuft?!“ gewährleistet bis 2017 die Finanzierung von vier Arbeitsstellen bei den genannten Einrichtungen. „Wir nehmen Jugendliche an die Hand, lassen sie auch wieder laufen“, sagt Jörg Schmidt-Rohr vom VBI. Im Idealfall gibt es natürlich einen weiteren Versuch, sie einzufangen. Mit dem Projekt „Läuft?!“ müsste es personell und finanziell dafür eigentlich gute Voraussetzungen geben. Die Umsetzung hat viele Facetten, reicht von der berufsbegleitenden Maßnahme bis zur Drogenberatung. Doch es geht in vielen Fällen auch einfacher und nur darum, für Jugendliche eine bis dahin nicht gekannte Tagesstruktur zu schaffen. Jene, die davon profitieren könnten, sind zwischen 15 und 25 Jahre alt, zu zwei Dritteln männlich, die Hälfte der Klientel hat einen sogenannten Migrationshintergrund.

Heidelberger Nachrichten vom Mittwoch, 13. Juli 2016, Seite 9

Mut-Tour 2016

viele Fahrradfahrer stellen ihre Räder auf einer eingezeichneten Fläche ab.
Station in Weinheim

Menschen zusammenbringen - zusammen radeln, Spaß haben und ein Zeichen gegen die Stigmatisierung von Depressionen setzen - das sind die Ziele der mittlerweile 3. Mut-Tour. Jeder kann mitmachen, unterwegs dazukommen und die Gruppe begleiten - auf Tages- oder Wochen-etappen. 
Insgeamt 3 Monate zieht sich die Mut-Tour über 7000 km durch Deutschland - Ziel ist am 3.September Bremen.

Vor dem Start übernachteten viele Teilnehmenden bei uns in der Alten Eppelheimer Straße. Los ging es bei strömenden Regen am 04. Juli auf dem Heidelberger Karlsplatz. Fahrräder und Tandems zogen los Richtung Weinheim - mittendrin unser Geschäftsführer Jörg Schmidt-Rohr und der Leiter unserer Radabteilung Martin Rachfahl. Dort wurden sie vom Team unseres Radhofs Weinheim mit Essen und Trinken für die Weiterreise gestärkt.

 

 

Überwachungsaudit AZAV-Zertifizierung

Im Bild: Herr Seyfried, Frau Stich (GZQ), Herr Schmidt-Rohr, Herr Bäcker, Herr Hoyer

Am 16. März 2016 wurde das Überwachungsaudit durch die GZQ erfolgreich durchgeführt.

Im Bild: Herr Seyfried, Frau Stich (GZQ), Herr Schmidt-Rohr, Herr Bäcker, Herr Hoyer

Der Inklusions-Atlas ist online!

Theaterszene, im Vordergrund E-Rollstuhlfahrer, links daneben hält eine junge Frau den rechten Arm nach oben. Weitere Schauspieler im Hintergrund
Quelle: Die Tonne, Reutlingen

Seit Oktober 2015  finden Menschen mit und ohne Behinderung jetzt schnell und einfach Möglichkeiten zur gemeinsamen Freizeitgestaltung.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Inklusions-Atlas

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