Inhalt Links
Alte Meldungen
Durch die Arbeit zur Sprache
In Zusammenarbeit mit der Stadt Leimen und der Agentur für Arbeit Heidelberg führt der Verein zur beruflichen Integration und Qualifizierung (VbI) ein neues Projekt zur beruflichen Integration langzeitarbeitsloser Migranten mit Sprachdefiziten durch.Viele Migranten sind seit Jahren in Deutschland und arbeitslos. Sie haben Sprachprobleme, ihre bisherigen Berufsausbildungen und Berufserfahrungen werden oft nicht anerkannt. Kommen noch weitere Schwierigkeiten wie z.B. eine Behinderung dazu, bietet der deutsche Arbeitsmarkt wenig Möglichkeiten, den eigenen Lebensunterhalt eigenständig zu sichern. Über die Jahre hinweg verfestigt sich die Situation.
Ziel des neuen Projektes ist der Spracherwerb im Rahmen des Arbeitsalltags und am Objekt. Eine Gruppe von ALG II-Empfängern verrichtet unter Anleitung eines erfahrenen Handwerkers gemeinnützige Aufträge der Stadt Leimen. Im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (sogenannte 1-€-Jobs) können die Teilnehmer ihr handwerkliches Geschick und ihre Motivation einbringen.
Eine erfahrene Fachkraft führt begleitend während der Arbeit täglich den Sprachunterricht durch. Alltagssprachliche Formulierungen werden eingeübt und die Arbeit anhand der gelernten Begriffe und Redewendungen aufbereitet. Dabei soll während der Arbeitszeit die Unterhaltung der Teilnehmer in ihrer Muttersprache weitestgehend vermieden werden. Ergänzend werden das Erstellen von Bewerbungsunterlagen und die Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen vermittelt.
Die Teilnehmer zeigen bei ihrer Arbeit, was sie können und dass sie motiviert sind. Es ist auch Ziel des Projektes, dass Sinn und Zweck von Arbeitsgelegenheiten und die schwierige Situation der Teilnehmer in der Gesellschaft besser verstanden werden. Für Matthias Bäcker, Mitarbeiter in der VbI Arbeitsagentur Leimen und Leiter des Projekts, ist es das wichtigste Ziel, "die Teilnehmer handwerklich und sprachlich zu qualifizieren. So erhalten sie den größtmöglichen persönlichen Nutzen."
Besonderen Dank gebührt der Stadt Leimen, der Agentur für Arbeit Heidelberg und den Technischen Betrieben der Stadt Leimen, die das Projekt tatkräftig und finanziell unterstützten.
